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Der Drohnenstand Wir beschränken uns nicht auf die Auswahl eines bestimmten Vatervolkes, aus dem dann die benötigten Drohnenlieferanten erstellt werden, sondern wir wählen aus einer großen Serie Tochter- Königinnen die allerbesten Exemplare aus, gewöhnlich 6-8 Geschwisterköniginnen, welche allen Anforderungen während mindestens einer Saison gerecht wurden. Diesen Völkern ist ein spezieller Stand reserviert. Dieser Stand muß isoliert sein, d.h. vor Verflug anderer Bienen und Drohnen geschützt sein. Durch Zeichnen etlicher Tausend Drohnen auf benachbarten Ständen läßt sich ein Stand auf Verflugsicherheit von außen leicht überprüfen. Nicht jede Lage eignet sich zu diesem Zweck. Die Hügellandschaft wie bei uns mag zum Erfolg beitragen. Ich benötige unbedingt einen derartigen verflugsicheren Stand. Für eine kontinuierliche Züchtung mittels künstlicher Besamung ist es von größter Wichtigkeit, daß die verwendeten Drohnen ihre Vitalität und Flugtüchtigkeit vor deren Verwendung unter Beweis stellen. Die Ausschaltung genetisch minderwertiger Individuen ist in diesem Fall auf keinem anderen Weg durchführbar. Jedem erfahrenen Besamer von Bienenköniginnen ist der Schwund an freifliegenden Drohnen bekannt, er wird besonders sichtlich in den ersten Tagen nachdem zuvor eingesperrte Drohnen ergiebige Ausflugmöglichkeit erhalten. Bei uns dürfen die auserwählten Drohnenvölker auf der Hälfte einer Dadantwabe nach Belieben Drohnen ziehen. Die so erzielte Überzahl an geschlechtsreifen Drohnen verleitet die Drohnenvölker dazu viel eher überzählige Drohnen abzugeben als gar fremden Drohnen überhaupt Einlaß zu gewähren. Die Drohnen dieser Völker werden für die Besamung gemischt. Die Besamung Zwischen 300 und 400 Königinnen werden alljährlich handbesamt. Der Erfolg bei instumenteller Besamung wird ebenso beeinflußt vom Zustand der Begattungseinheiten wie vom Impuls der von der Königin selbst ausgeht, d.h. von deren momentanem Brunstzustand. Dieser stellt sich, wie ich in zahlreichen Versuchen immer wieder feststellen konnte, im Mai schneller ein als in der fortgeschrittenen Saison. Diesem Verhalten Rechnung tragend schiebe ich den Besamungstermin im Juli auf den 10. bis 12. Tag hinaus. Ebenso entscheidend für den Beginn der Eiablage ist die Temperatur der Königin während der Besamung selbst sowie während der Vor- resp. Nachbegasung. Wer am frühen Morgen die zweite Co2 Behandlung durchführt, sollte sich die Mühe machen nicht nur die Königinnen vorher im Brutschrank bei 30°C aufzuwärmen, sondern genauso das |
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