entnehmen wir unseren Bienen in etwa  nur diese Menge. Die Erntemenge ist also in guten wie in schlechten Jahren annähernd die gleiche, der Unterschied besteht im wesentlichen im Quantum des dazu gekauften Winterfutters. Beipielsweise überwinterten unsere Ertragsvölker seit 1990 viermal komplett auf Honig.  Mit allen Übergängen hatten wir 1997 das andere Extrem, eine fast vollständige Einfütterung mit Flüssigzucker im August/September, wie zuletzt 1987. Um diese Zeit erfolgt die Fütterung von oben mit dem "Miller-Fütterer".

Diese Betriebsweise hat neben geringen Materialkosten/aufwand (bedenken Sie, daß außer leeren resp. vollen Honigräumen ab Frühjahr nichts mehr zu/von  den Völkern transportiert wird) unermeßliche Vorteile aus züchterischer Sicht:

Nahezu gleicher Start für alle Ertragsvölker im Frühjahr (die schlechten werden aufgebessert mit Bienen und neuer Königin vom Zuchtstand).

Anschließend individuelle  - aber uneingeschränkte Entwicklungsmöglichkeit für jedes Volk, ohne Korrektureingriffe seitens des Imkers, folglich auch keine Verfälschung der Ergebnisse (z.B. in Volksstärke, Brutbild, Schwarmverhalten, Ertrag usw.).

Durch regelmäßige und intensive - aber dennoch wenig arbeitsaufwendige Kontrollen erreichen wir eine bestmögliche Überwachung der Ertragsvölker, dazu reichlich Beurteilungsmöglichkeit unter verschiedensten Bedingungen.

Die besten Königinnen der verschiedenen Linien werden vorgemerkt und auch in der Folgezeit streng überwacht. Die Auserlesensten davon kommen nach der weiteren Überwinterung zurück zum Zuchtstand und dienen dort (gewöhnlich zwei- oder dreijährig) als Zuchtmütter.

Die Auswertung der Ertragsvölker

Anders als in der Großtierhaltung gibt es bei der Honigbiene keine anwendbaren standardisierten Haltungsbedingungen. Einzige Ausnahme: Die Forderung nach uneingeschränkter Entwicklungsmöglichkeit, ohne wesentliche Manipulation,  für jedes Bienenvolk.



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