Und dann der Widerspruch: "- Mit diesem Zuchtsystem der Linienzucht und der Linienkombination bewegen wir uns innerhalb einer geographischen Rasse und ersparen den nichtzüchtenden Imkern das negative Abfallprodukt  der Hybridzucht, nämlich die unkontrollierten Paarungen verschiedener Rassen. Diese Kreuzungsprodukte sind teilweise  aggressiv und spalten in den Folgegenerationen in der Leistung sehr stark auf. Mit einem solchen Einfluß auf die Landbiene wäre niemandem gedient."

Die Bemerkung ist erlaubt, was denn nun passiert wenn bei nichtzüchtenden Imkern die verschiedenen Carnica Linien sich in freiem Flug wild verpaaren, was ja wohl kaum zu vermeiden ist. Jedenfalls sehe ich hier keinen Unterschied zu den sogenannten Abfallprodukten der wirklichen Kombinationszucht auf der Basis von Rassenkreuzungen.


Die Erhaltungszucht

Eine möglichst optimal gestaltete Erhaltungszucht, also Reinzucht der erzielten Ergebnisse über Generationen ist ein wesentlicher Teil des Zuchtweges Br. Adam's.

So werden auch in unserem Betrieb verschiedene Reinzuchtlinien abwechselnd untereinander verpaart. Wir verfügen über Buckfastlinien welche seit vielen Generationen in Reinzucht (über den Weg der Linienpaarungen) geführt wurden. Zu grauenhaften Aufspaltungen, wie sie von Frau Dr. KOHLICH in Österreich derzeit prophezeit werden ist es bisher noch nie gekommen. Ja, ich bin voller Überzeugung, daß diese Linien in der Erbtreue all ihrer spezifischen Verhaltenseigenschaften jede ACA- Zuchtlinie um Längen übertreffen. Diese Reinzuchtlinien bilden sowohl den "Anker für das Erreichte" als auch die Ausgangsbasis zu weiteren Züchtungsversuchen mittels Kreuzungen. (Weiterentwicklung des Zuchtstammes)


Graz, Februar 1997

Paul Jungels



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