Seit dem Ausscheiden Br. Adams aus der praktischen Zuchtarbeit in Buckfast-Abbey hat sich in der Imkerschaft eine gewisse Unsicherheit bezüglich der Erhaltung und der Weiterentwicklung der Buckfastbiene breitgemacht. Dies trotz verschiedener Veröffentlichungen sowie den Hinweisen die uns Br. Adam selbst hinterläßt.

Wohl zurecht nimmt die Inzucht und der damit verbundene Zerfall - besonders der Vitalität und Leistungskraft den breitesten Raum der Befürchtungen ein.

Die Gemeinschaft der Buckfastimker, die als eines ihrer primären Ziele die Möglichkeit anbietet, über Inselbelegstellen sowie Lizenzzüchter der breiten Imkerschaft eine erbfeste, aber auch in jeder anderen Hinsicht einwandfreie Buckfastbiene sicherzustellen ist hier zu Recht gefordert.

Vom Vorstand dieser Gemeinschaft wurde ich gebeten meine Erfahrungen zu diesem Thema zugänglich zu machen.

Folglich werde ich versuchen gemäß dem heutigen Wissensstand und gemäß meiner eigenen praktischen Erfahrung auf diesem Gebiet der Züchtung die verschiedenen Aspekte der Inzucht zu beleuchten.


Einfluß der Züchtung auf die Volksgemeinschaft.

Bei der Honigbiene befassen wir uns nicht mit Einzelwesen, sondern stets mit einer Volksgemeinschaft deren Gesamtheit wir erfassen und beurteilen. Das Bienenvolk besteht aus vielen Einzelgliedern, speziell auch aus genetischer Sicht. (Br. Adam wird nicht müde ständig auf diese Tatsache hinzuweisen.)

Die Natur bemüht sich in jedmöglicher Hinsicht in diesen "Superorganismus" eine größtmögliche Mannigfaltigkeit an Eigenschaftsreichtum einzubinden.

Man beachte nur das gesamte Paarungsverhalten von Königin und Drohnen. (Mehrfachpaarung, Einzugsgebiet der möglichen Drohnen). Ebenfalls das sich Entfernen von Nachschwärmen aus ihrem vormaligen Gebiet vor der Begattung der Jungkönigin.

Mannigfaltigkeit von Eigenschaften erleichtert das Überleben der Art in schwierigen Zeiten. Sie bedeutet nämlich Anpassungsfähigkeit. Auch eine gewisse, durch die vorhin erwähnte Paarungsbiologie vorgegebene Variation bei der Nachkommenschaft paßt in dieses Schema.


Im gleichen Zusammenhang bezweifle ich die Richtigkeit der These der Arbeitseinteilung im Bienenvolk nach Altersstufen. Zumindest aber deren alleinige Gültigkeit.

Ich glaube vielmehr, daß äußerst komplexe Wechselwirkungen zwischen

*  Altersstufen



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DIE GEFAHREN DER GENETISCHEN EROSION BEI ZUCHTSTAEMMEN DER HONIGBIENE.

- Paul Jungels -

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