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Erst nach der Erfindung des mobilen Wabenrähmchens durch Pfarrer Langstroth begann der Mensch schrittweise den Schleier der Geheimnisse um die Biologie der Honigbiene zu lüften. Die ersten Züchtungsversuche bei der Honigbiene, auf der Basis von Rassenreinzucht, wurden um die Jahrhundertwende in der Schweiz von Kramer eingeleitet. Die weitaus größten Anstrengungen in der Bienenzüchtung wurden sicher im deutschen Sprachraum gemacht (Br. ADAM 1982). 1919 veröffentlichte Prof. Armbruster, Direktor im von ihm selbst aufgebauten staatlichen Bieneninstitut Berlin - Dahlem, ein umfassendes Werk über die Möglichkeiten der Anwendung der bereits um 1865 veröffentlichen Erbgesetze von G. Mendel, hier allerdings speziell in Bezug auf die Honigbiene. Aufgrund seiner überaus kritischen Haltung gegenüber den politischen Vorgängen im damaligen Deutschland wurde Prof. Armbruster 1934 seiner Ämter enthoben.
Lange Zeit widmete man sich daraufhin im deutschen Sprachraum ausschließlich der Rassenreinzucht auf der Basis verschiedener geographischer Bienenrassen. In der übrigen Welt erregten die Veröffentlichungen Armbrusters indessen größtes Interesse.
So unternahm auch BRUDER Adam, dem die Veröffentlichungen Armbrusters "eine Welt von Möglichkeiten eröffneten" eher aus der Not heraus ab 1919 eine Serie von Züchtungsversuchen von bis dahin unbekanntem Ausmaß. Br. ADAM erzielte in der Krankeitsresistenzucht ( der Tracheenmilbe fielen damals laut amtlichen Angaben innerhalb weniger Jahre über 90% der Bienenvölker in England zum Opfer) mittels Kombinationzucht erstaunliche und dauerhafte Erfolge. Diese Erfolge beruhen nicht, wie oft fälschlich dargestellt wird, auf der Kurzlebigkeit der Adam-Biene noch auf der Betriebsweise, sonst wäre die Tracheenmilbe in den USA nicht zum Problem geworden innerhalb der vergangenen 10 Jahren. Denn die dort überwiegend verbreitete Form der Ligustica ist viel kurzlebiger und genauso fruchtbar wie der Buckfast-Stamm, gegenüber der Tracheenmilbe aber extrem anfällig. Dagegen zeigt sich der Buckfast-Stamm auch heute in Amerika weitestgehend resistent.
Die Suche nach geeignetem Zuchtmaterial zum Verfeinern seines Zuchtstammes mittels weiterer Kombinationszucht führte Br. ADAM schließlich in fast sämtliche natürliche Verbreitungsgebiete von Apis mellifera, vor allem in die an das Mittelmeer grenzenden Länder, den Nahen Osten sowie Kleinasien. Die Erforschung der verschiedenen Herkünfte führten schließlich zu einer umfassenden Rassenkunde bei der Honigbiene, die von Prof. Ruttner erweitert und verfeinert wurde.
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