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Die Frühtracht dient hauptsächlich als Entwicklungstracht. In letzter Zeit konnte ich in England vereinzelten Rapsanbau beobachten. Aufgrund der rel. milden Wintertemperaturen ist die Blütezeit etwa ein Monat früher als bei uns. Eine bescheidene Ernte scheint jedoch möglich. Die Haupttracht in der Gegend um Buckfast ist der Weissklee. Im Anschluß an die Kleetracht werden die Bienenvölker Anfang August in die Heide transportiert. In Br. Adam's Anfangsjahren noch mit Schubkarren! Die Kleewiesen sind allerdings innerhalb der letzten 20 Jahren beträchtlich geschrumpft. Die Honigernten ebenfalls. Auch die Heidetracht ist nicht besser geworden. "Zwischen 1920 und 1970 betrug unsere Durchschnittsertrag etwa 25kg. Seit 1970 beträgt die Durchschnittsernte nur noch die Hälfte. Totale Fehljahre kamen aber öfters vor, so zB.1924, hin und wieder aber auch Rekordernten, so etwa 1949. Der Durchschnittsertrag betrug damals (1949) über 90kg pro Volk, allein aus der Heide 36 kg Honig. " Br. Adam machte neben einer Verschlechterung der Tracht ebenfalls klimatische Veränderungen für den Rückgang der Ernten in Südwestengland verantwortlich: "Ständig kalte und ungewöhnlich trockene Verhältnisse bis Anfang Juli verhindern eine Entwicklung von Weissklee und Heide. Seit 1970 sind wir in10 Jahren nicht in die Heide gewandert weil keine Hoffnung auf eine Ernte bestand, in den vorhergehenden 50 Jahren war dies nur einmal der Fall." Die Betriebsweise Br. Adam imkerte also seit 1930 ausschließlich im 12er Dadantkasten. Vor der Wanderung in die Heide (Anfang August) werden aus dem Brutraum 2 Seitenwaben entfernt. Sie sind um diese Zeit brutleer. Das Schiedbrett paßt den Brutraum den um diese Jahreszeit schrumpfenden Brutflächen noch einmal an. Die Heidetracht ist zwar sehr unzuverlässig, der Heidehonig dafür aber sehr begehrt. Auch eine geringe Ernte ist daher willkommen. Vor allem sollen die Bienenvölker aber auch einen Teil des Winterfutters selbst sammeln! Die Heide kann unter günstigen Voraussetzungen (schwühlheisse Witterung bei viel Bodenfeuchte ) aber mit einer Intensität honigen, die an das Unglaubliche grenzt. "So zB. 1933, als die Völker zwischen dem 24. und dem 29. August im Schnitt eine tägliche Zunahme von annähernd 20 Pfund erreichten. Wir ernteten über 100 Pfund pro Volk, weitere 40-50Pfund befanden sich in den Bruträumen als Winterfutter. Die intensivste Tracht, an die ich mich erinnere. Solche Ergebnisse beruhen auf einer harmonischen Zusammenwirkung aller leistungsbezogenen Faktoren!" |
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