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ApisJungels © |
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Selektion, die Grundlage der Kombinationszucht. · Stufe 3- Erhaltungszucht und Reinzucht der erzielten Ergebnisse, des Zuchtfortschrittes. Sofern die Auslese von Stufe 2 zu besseren Ergebnissen führt als der vormalige Grundstamm, kann dieser um diese neue Linien erweitert werden. Die Weiterführung des Grundstammes erfolgt durch wechselnde Verpaarung der verschiedenen Linien oder/und Selektion innerhalb dieser Population und Anpaarung mit einer Mischung von Drohnen aller ausgewählten Zuchtvölker dieser Population (Abwandlung des „closed population" Verfahrens). Die Verbreitung der Buckfastbiene durch seriöse Züchter bezieht sich auf diese dritte Zuchtstufe. Werden Buckfastköniginnen und Buckfastdrohnen dieser Zuchtstufe verpaart, entstehen auch in fortgesetzten Generationen immer Buckfastvölker. Vorbehaltlich der Beachtung der Populationsgenetik der Honigbiene lässt sich die Buckfastbiene unter denselben Gesichtspunkten wie jede andere Zuchtrasse weiterführen. Damit dürfte die vieldiskutierte Frage der Erbfestigkeit beantwortet sein. Der weitverbreiteten Meinung, bei der Buckfastbiene handele es sich um eine Hybridbiene, ähnlich der "Star Line" der Firma Dadant oder der in Frankreich weitverbreiteten „Caucasit" oder um eine gewöhnliche „Kreuzungsbiene" möchte ich entschieden widersprechen. Die praktischen Befunde widerlegen dies. Die Zuchtziele: Die Buckfastbiene stellt also das Ergebnis 80 jähriger praxisorientierter Kombinationszucht und intensiver Auslese dar. Die Art der Auslese spiegelt sich wieder in den Zuchtzielen. Ich zitiere hier die Zuchtordnung der Gemeinschaft der europäischen Buckfastimker e.V.: „Eine Bienenpopulation die sanftmütige, leistungsstarke, schwarmträge, vitale und krankheitsresistente (varroatolerante), an die jeweiligen (evoluierenden) Umweltbedingungen gut angepasste Bienenvölker darstellt, die eine schnelle Bearbeitung und eine wirtschaftliche Bienenhaltung sicher stellen". Ganz wesentliche Zuchtziele wie z.B. Sanftmut, Schwarmträgheit sollen auch in einer F1 Auskreuzung (Standbegattung) weitgehend erhalten bleiben. Die Auslese und Auswertung erfolgt nach einem Schema, das in nachvollziehbarer Form alle Aspekte des Zuchtzieles einbezieht. Im wesentlichen umfasst die Auswertung (oder Leistungsprüfung) die folgenden Merkmale: 1. Vitalität bei Bienen (Langlebigkeit, Krankheitsfestigkeit, Regenerationsvermögen), 2. Vitalität der Brut (Brutbild, Krankheitsresistenz), 3. Winterfestigkeit (Zehrung, Volksstärke, Reinigung der Beute), 4. Sanftmut und Wabenstetigkeit, (Auch bei F1 Auskreuzung), 5. Schwarmträgheit (Brutrhythmus, Bautrieb, Honigstapelung, kein Schwarmdusel!) 6. Fruchtbarkeit (Brutumfang als Vorstufe zur Volksstärke und Leistung), 7. Ertrag im Frühjahr und Sommer (Spättracht bei Bedarf), 8. Anwendung von Wirrbau, 9. Anwendung von Propolis, 10. Varroatoleranz bzw. -resistenz (im Zusammenhang mit 1. und 6.). Wie sehr die theoretischen Vorstellungen und die praktischen Bedürfnisse oft auseinander klaffen, zeigt sich u.A. am Zuchtziel der Schwarmträgheit: Nicht allein die Tatsache ob ein Volk unter bestimmten Gegebenheiten in Schwarmstimmung kommt oder ob nicht, schon überhaupt nicht die Anzahl der gezogenen Zellen bei eingetretener Schwarmstimmung zählen wirklich. Der wichtige Unterschied ist im „wie" zu finden: |