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ApisJungels © |
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Wie im Artikel „Europäische Aktivitäten und Kooperation im Bereich der Bienenzucht" von Dr. Büchler und Dr. Pechhacker im DBJ 5/2005 // berichtet wird, setzten sich Wissenschaftler und Zuchtverbände auf der Zucht-Expertentagung in Ljubljana hohe und begrüßenswerte Ziele: Gemeinsame Wege, Kooperation von Wissenschaft und Zuchtverbänden, gemeinsame Wege in die Zukunft. Doch die Ergebnisse des dort beschriebenen Einstieges, der „Bestandsaufnahme der heutigen Bienenpopulationen in Europa", kann ich so nicht gelten lassen. Sie entsprechen in weiten Teilen nicht den Tatsachen, für meine Begriffe auch nicht aus wissenschaftlicher Sicht. Insbesondere: Wo ist der Hintergrund zu suchen für die Betonung der Worte natürlich und Europa? Natürliche Bienenrassen: Was ist denn zu verstehen unter „natürlichen Bienenrassen"? · Sind damit die Bienenpopulationen vieler Regionen (wie z.B. Österreich) gemeint, wo jahrzehntelang nachweislich importiert wurde, wo später dann per Gesetz die Haltung einer bestimmten Rasse erzwungen wurde? Meines Wissens ist dort bis heute noch keine offene Bestandsaufnahme erfolgt. Nicht alles, was durch Gesetze und Verordnungen ist, ist auch in Ordnung oder richtig! · Oder sind es etwa diejenigen verweichlichten Bienenherkünfte, bei denen durch die nunmehr ein Jahrhundert währende Zuckerfütterung die natürliche Auslese außer Kraft gesetzt worden ist? Über 95 % aller Bienen der klimatisch kühleren Regionen, also einschließlich Deutschlands, Österreichs und weiten Teilen Frankreichs dürften davon betroffen sein. Nur bei einem verschwindend kleinen Teil der Völker wird dem genetischen Verfall eine gezielte Auslese und die Vermehrung der vitalsten und überlebensfähigsten/leistungsfähigsten Individuen entgegengestellt. Auch die Bioimkerei unterliegt hier einem gewaltigen Irrtum-, dann nämlich, wenn gezielte Selektion und Nachzucht, sowie strenge Paarungskontrolle weitgehend unterbunden werden! · Oder sind es etwa die wenigen Prozent Zuchtvölker der jeweiligen Länder (Österreich unter 4%, Deutschland je nach Gegend zwischen 1 bis 2%), wo tatsächlich Auslese und gezielte Verpaarung praktiziert wird, wo aber im Lauf der Jahrzehnte Zuchtprodukte erzeugt wurden, welche dem Anspruch „natürliche Bienenrassen" niemals gerecht werden können. Sind dies etwa die von den Wissenschaftlern erwähnten „natürlichen Bienenrassen"? Eigenschaften im kontinuierlichen Wandel Ein Beispiel: Meine erste Carnica bezog ich 1969 von Frau Johanna Sklenar, später folgten etliche weitere Herkünfte. Mit der heutigen Carnica hatten diese Bienen in punkto Entwicklungsrhythmus, Verhalten und Krankheitsresistenz der Brut wenig gemeinsam. Br. Adam berichtete mehrfach von einem ähnlichen Wandel der gleichen „Naturrasse", allerdings bereits in den Jahrzehnten zuvor. Die imkerliche Selektion im weiten Land orientiert sich an der sich rasant ändernden Kulturlandschaft. Sie muss dies auch tun, um erfolgreich einwirken zu können. Die allgemeinen Lebensräume der Honigbienen muss man als etwas Dynamisches begreifen, was doch nicht unbedingt Verschlechterung bedeuten muss! Allerdings sind die Ergebnisse derartiger relativ kurzzeitiger Veränderungen, so wichtig sie für eine erfolgreiche Imkerpraxis sind, meines Erachtens nicht mit dem Begriffen „natürliche Populationen" oder „natürliche Rassen" zu vereinbaren. Die heutigen Zuchtprodukte der einstigen europäischen Bienenrassen Ligustica, Carnica, zum Teil gewiss auch der Mellifera kann man unmöglich länger als Naturrassen |
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„Europäische Aktivitäten und Kooperation im Bereich der Bienenzucht" - eine notwendige Stellungnahme. Original Wortlaut |
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