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· Die Auswertung des tatsächlichen Milbenbefalls im Verhältnis zur Brutleistung des Volkes.
Interessant für die Zucht sind Völker mit hoher Brutleistung und relativ geringem Varroaabfall nach der Saison

· Beurteilung des Gesundheitszustandes stark befallener Völker (DWV -Virus).
Interessant für die Zucht sind Völker, welche bei zufällig (Invasion von außen!) oder generell hohem Befall ohne Krankheitsanzeichen hohe Milbenmengen vertragen können

· Überlebenstests auf abgelegenen Ständen.
Interessant für die Zucht sind Völker welche nach zwei Jahren ohne Behandlung gesund überwintern.

Als eingeschränkt interessant würde ich das Ausräumverhalten bezeichnen.


Bilden nicht Überlebenstests die wesentliche Grundlage jeder Varroatoleranzzucht? Erkenntnisse über die der Varroatoleranzzucht zugrundeliegenden  Mechanismen des Bienenvolkes sind interessant, u. U. wichtig (indirekte Zuchtziele). Man kann sie in der Praxis aber als zweitrangig betrachten. Als Beispiel sei hier erneut das Beispiel Tracheenmilbe bei Bruder Adam angeführt: Die konsequente Zuchtauslese, welche in Buckfast - Abbey nach dem Ausbruch der sogenannte „Isle of Wight Epidemie" zu einer tracheenmilbenresistenten Biene führten. Die bis heute nachgeredete Annahme, allein ein hoher Massenwechsel im Bienenvolk könne die Entwicklung der Innenmilbe abhängen,  war nie zutreffend. Wer über praktische Erfahrung mit verschiedenen Bienenherkünften verfügt, weiß genau, dass eine sehr hohe Anfälligkeit gegenüber Tracheenmilben sowohl bei den ansonsten sehr vitalen Hünglertypen der Nordbiene Apis Mellifera-mellifera wie auch bei den amerikanischen Varianten der Ligustica zu finden sind. Letztere aber gehören nach meiner Erfahrung zu den Herkünften mit dem größten Massenwechsel überhaupt. Also bleiben auch hier die Mechanismen der Toleranz - oder Resistenz - von Buckfast, Carnica und anderen Herkünften eher unbekannt.


II: Das luxemburgische Projekt: ein konzept der Vielfalt!

In den wenigen Weltregionen, in denen heute eine nachweislich ausgeglichene Koexistenz von Apis Mellifera und Varroamilben stattfindet, herrscht nach unserem Ermessen aus züchterischer Sicht eher Anarchie.  Dem Unwissen über die biologischen Zusammenhänge, welche letztendlich  zu einem ausgeglicheneren Zusammenleben von Varroamilben und apis mellifera führen könnten, sowie einigen anderen logischen Überlegungen folgend, kann nur eine größtmögliche Vielfalt in jeder Hinsicht zum Erfolg in der Varroatoleranzzucht führen. Einiges soll hier herausgestellt werden:


1) Grundsätzliches

Möglichst viele Imker an vielen Stellen,

eine oft geäußerte Forderung, welche in der Praxis aus diversen Gründen oftmals scheitert. Bienen hält und züchtet man bekanntermaßen nicht für sich allein. Für die Mehrzahl der Imker ist der Einfluss von außen auf die eigenen Bienen von entscheidender Bedeutung. In diesem Zuchtprojekt allerdings geht es wohl eher um den gegenteiligen Effekt: Je höher der Prozentsatz positiv selektierter Bienenvölker hinsichtlich gleich welcher Eigenschaft, desto höher der Nutzen auch für die nichtzüchtende Imkerschaft. Die Gründe müssen hier wohl nicht erklärt werden.

Spontan meldeten 45 Imker in Luxemburg ihre Bereitschaft zur Mitarbeit, insgesamt mit etwa 700 Völ



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