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Eine Biene, resistent gegenüber der Varroamilbe, ist heute der Wunschtraum aller Imker. Dieses Ziel ist bei Weitem nicht erreicht. Ich kann berichten über die im Laufe der Jahre gesammelten Erfahrungen mit verschiedenen Rassen, Linien und Kreuzungen. Gewonnen wurden diese Erkenntnisse neben augenscheinlichen Beobachtungen durch die systematischen Befallskontrollen ab dem Spätsommer, vor und während der Behandlungen mit Fluvalinatstreifen resp. Ameisensäure. Die auserwählten Zuchtmütter werden zugleich einer Prüfung des Brutausräumverhaltens unterzogen. Da diese Königinnen neben unserem Reinzuchtstamm auch verschiedenen Kreuzungen angehören, sind die Ergebnisse immer interessant, manchmal auch überraschend.

Die ersten Versuche wurden bei uns wenige Jahre nach dem ersten Varroabefall eingeleitet. Zusammenfassend kann man folgende Ergebnisse anhand unserer Aufzeichnungen festhalten:

  • Die Heterosis einer F- 1 oder F- 2 Rassenkreuzung oder Linienpaarung führt nicht zwangsläufig zu höherem Varroabefall, wie verschiedentlich geglaubt wurde. Genauso oft war bei uns nachweislich das Gegenteil der Fall.

  • Beim Vergleich von eigenschaftsmäßig homogenen Reinzuchtlinien innerhalb unseres Zuchtstammes besteht über die Jahre hinweg im Schnitt ein lineares Verhältnis zwischen aufgezogener Brutmenge und dem ermittelten zahlenmäßigen Varroabefall. Dabei muss aber auch berücksichtigt werden, dass fruchtbare Linien (stärkere Völker) rein zahlenmäßig weit mehr Milben vertragen können, und dass diese Linien nach einer Spätsommerbehandlung auch nach kritischem Befall ein weit größeres Erneuerungsvermögen besitzen um rechtzeitig winterfeste Völker aufzubauen. Diese Eigenart wird von französischen Berufsimkern, welche mit unserem Bienenstamm arbeiten, immer wieder bestätigt. Ein gut angepasstes Brutverhalten (Brutstopp im Herbst) kann die Behandlungen sehr erleichtern.

  • Die zahlenmäßige Auswertung des Varroabefalles, ohne Berücksichtigung der jeweiligen Brutleistung würde bei uns zu unterdurchschnittlich fruchtbaren Völkern von Typ „Selbstversorger", aber ohne  nennenswerte Honigleistung führen (Was mir von Carnica - Züchtern bestätigt wurde, was unsere Versuche mit verschiedenen Carnicaherkünften auch belegen). Außerdem ist nach meiner Erfahrung zumin

Varroatoleranzzucht



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